BEWEISE FÜR UNS
Eine Nacht. Keine Namen. Keine Versprechen. Nur seine Hände auf ihrer Haut und die Art, wie er sie all die Gründe vergessen ließ, die sie hatte, um Nein zu sagen.
Celine ging zum »Rabenkiel«, um die Scham zu ertränken, Ashfords Almosenfall zu sein. Sie traf einen Fremden mit dunklen Augen und Trauer in seiner Stimme. Sie behielt seine Uhr. Sie behielt seinen Namen nicht.
Jetzt steht er vor ihrem Hörsaal. Professor Damian Blackwood. Kalt. Streng. Unberührbar.
»Ich habe nichts mit Studenten, Celine.«
Aber seine Hände zittern, wenn sie sich nähert. Sein Atem stockt, wenn sie seinen Namen flüstert. Er ließ sie bei einem Test durchfallen, um sie wegzustoßen. Sie gab ihm dafür eine Ohrfeige. Die Spannung zwischen ihnen brennt so heiß, dass es ein Wunder ist, dass das Gebäude nicht in Flammen aufgeht.
Dann zwingt sie ein Schneesturm zusammen. Kein Strom. Kein Entkommen. Nur ein Kamin und die Wahrheit, vor der sie geflohen sind.
Sie will, dass er sie berührt. Er will derjenige sein, der bleibt.
Aber Ethan hat Fotos. Beweise. Er will, dass Celine von der Universität fliegt und Damian vernichtet wird. Und Dekan Harlow zieht seit elf Jahren im Hintergrund die Fäden – und nutzt Celines Stipendium, Damians Schuld und Ethans Besessenheit als Waffen.
Das Gesetz sagt, sie dürfen nicht zusammen sein. Ihre Körper sagen, das Gesetz zählt nicht.
Er nahm sie im Dunkeln. Jetzt muss er die Institution niederbrennen, um sie im Licht zu behalten.